Wie Säulen ragen die Bergspitzen des Nationalen Waldparks um die chinesische Stadt Zhangjiajie in der Region Hunan aus der Erde. Kleine und große Stalakmiten bahnen sich ihren Weg gen Himmel. Diese Landschaft ist so bizarr und eindrucksvoll, dass sie den schwebenden, in Wolken gehüllten Felsen im Film Avatar zum Vorbild dienten. Die labyrinthartig zu Gruppen angeordneten Felsformationen sind im Tal von einer dichten Pflanzenschicht umwachsen und verstecken sich nicht selten hinter dicken Nebelwänden, die sich aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit nahezu Dreiviertel des Jahres bilden.
Direkt im Einzugsgebiet der Stadt gelegen erhebt sich außerdem der Tianmen Shan, mit mehr als 1500 m der höchste Berg der Region, über das Tal. Von Zhangjiajie aus kann man sich per Seilbahn zur Spitze des Berges begeben. Dabei erhält man auch die beste Sicht über die sehenswerte “Himmelsstraße”, die sich mit 99 Kurven den Berg emporschlängelt. Die Zahl der Kurven verkörpert den Gang durch die neun Himmelsphären ins Paradies. Die Symbolik setzt sich beim Aufstieg zum “Himmelstor”, einem höhlenartigen Loch mitten im Bergmassiv, fort, das nur über die 999 Stufen der “Himmelstreppe” zu erreichen ist. Der zwischengelagerte, buddistischen Tianmen-Tempel ist neben den zahlreichen landschaftlichen Eindrücken ein architektonisches Highlight des Tianmen Nationalparks. Neuerdings können Wanderbegeisterte am Tianmen Shan auch ihre Nervenstärke unter Beweis stellen. In einer Höhe von 1400 m umringt ein neugebauter Skywalk den Berg. Vollständig aus Glas konstruiert bietet er freie Sicht auf den darunter liegenden Abgrund.
