Es ist Dezember und die ersten Bands der Festivalsaison 2012 stehen bereits fest. Das Line Up wird sich über die Monate noch weiter füllen und die steigende Auswahl an Bands macht die Entscheidung, welches Festival es diesmal sein soll, kaum leichter. Fächert sich der eigene Musikgeschmack dann noch in schier unendliche Stilrichtungen auf, heißt es nur noch Prioritäten setzen oder eines der größeren europäischen Musikfestivals besuchen, das den Metal-Liebhaber mit dem Waver, den Oldschool-Punker mit Indie-Fetischisten verbindet.
Eines dieser Festivals, zu denen sich die gesamte musikaffine Erdengemeinschaft trifft, ist das Sziget Festival in Budapest (Ungarn). Genau zwischen Buda und Pest auf der Donauinsel Óbudai gelegen befindet sich das Festivalgelände mit einer ganzen Reihe von Stages und Zelten, in, auf und von denen Allerlei unterschiedliche Klänge zu vernehmen sind. Auch wenn die Preise angezogen wurden, ist es mit einer Dauer von einer Woche, dem preiswerten Essen inner- und außerhalb des Festivalgeländes und zusätzlich kombiniert mit dem Städtetrip nach Budapest eine der lohnenswerteren Investitionen mit bestem Preis-Leistungs-Verhältnis.
Das Oxegen Festival im irischen Naas erfüllt mit seinem Line Up ebenso alle musikalischen Ansprüche und führt die Idee des universellen Musikerlebens ein Stück weiter. Seit 2008 können die Oxegen-Festivalbesucher gemeinsam in die „Silent Disco“ gehen und über Köpfhörer unteschiedlichen Musikgenres lauschen. Dabei treten die jeweiligen Musikrichtungen gegeinander an, z.B. Classic Rock Vs Dance Classics usw. Raver und Rocker können hier friedlich koexistieren.
Auch wenn Björk fester Bestandteil der isländischen Musikszene und damit auch Islands einzigem größeren Musikfestivals, dem Iceland Airwaves in Reykjavik, ist, beschränkt sich das Line Up nicht nur auf diese prominente Band, sondern kann sich im europäischen Vergleich mehr als nur sehen lassen, hat es doch eine große Bandbreite an Künstlern zu bieten. Seit mehr als zehn Jahren finden sich hier Musikgrößen wie The Shins, Blocparty oder Fatboy Slim ein. Das Festival findet jedes Jahr am gedanklichen Ende des Festivalkalenders im Oktober bzw. November statt und lohnt nicht allein wegen der unglaublichen Landschaft Islands einen Besuch.

